Über die Herkunft des Schuh- und Stiefelabsatzes gibt es mindestens ebenso viele Geschichten und Theorien wie über die Ursprünge des Schminkens. Der Absatz galt früher als Zeichen von Wohlstand und edler Herkunft. Dies lässt sich auch evolutionstheoretisch erklären: der Absatz erhöht die Körpergröße, so dass man optisch über anderen Menschen steht, was Stärke und Überlegenheit signalisiert. Zum anderen hatten Absätze den Zweck, dass man als Reiter nicht durch den Steigbügel rutschen konnte und so weniger Gefahr hatte, vom Pferd zu fallen. Ein Pferd zu besitzen, war natürlich nur den Reichen vergönnt.
Statussymbol Absatz
Im Laufe der Französischen Revolution wurde das Statussymbol Absatz abgeschafft, um Klassenunterschiede zu nivellieren. Erst um 1900 wurde der Absatz dann wieder salonfähig. Allerdings trugen nicht nur Frauen, sondern auch Männer Absätze. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert beträgt die Absatzhöhe bei Herrenschuhen weniger als 3 cm, bei Damenschuhen geht es bis zu 12 cm. Ganz extravagante Varianten weisen sogar noch höhere Absätze auf. Von hohen Absätzen spricht man gemeinhin ab einer Höhe von 6 cm.
Belastung für den Fuß
Sind Absätze bei Damenstiefeln noch höher, wird die Gang- und Standsicherheit dadurch massiv beeinflusst, der Fuß wird stärker belastet als bei moderaten Absätzen. Gerade bei so hohen Absätzen ist es wichtig, dass die Stiefel und die Absätze von extrem hoher Qualität sind. Denn es muss unbedingt vermieden werden, dass ein Absatz abbricht. Zum einen, weil die Verletzungsgefahr sehr groß ist, je höher der Absatz ist. Das gilt besonders bei Stiefeln mit sehr hohem Schaft, die das Bein auch fest formen und dem Körper so kaum Spielraum lassen, einen Sturz abzufangen. Zum anderen macht der verlorene Absatz es unmöglich, sich weiter fortzubewegen. Gerade wenn wir hohe Absätze tragen, tun wir es für gewöhnlich, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Diese Wirkung kehrt sich völlig ins Lächerliche, wenn ein Absatz abbricht: Aus dem anmutigen Gang mit hohen Stiefeln, die den Körper strecken und die Haltung gerade machen, wird dann ein peinliches Humpeln. Und es gibt nicht viele schicke Damenhandtaschen, die das Mitführen eines Ersatzpaares erlauben.
Preisfrage
Natürlich sind hochqualitative Stiefel teurer als gewöhnliche, aber die Investition in die Stiefelqualität sollte man auf jeden Fall als ein kluge Investition betrachten. Viel Frauen neigen dazu, sich Schuhe in Hülle und Fülle zu kaufen. Das hat zwei Gründe: Zum einen macht der Erwerb neuer Kleidung Freude und beim Schuhe anprobieren wird man keineswegs mit eigenen körperlichen Unvollkommen konfrontiert, denn Füße können kaum zu dick, zu dünn oder unproportioniert sein. Zum anderen gibt es so viele ausgefallene Modelle, dass man leicht zu der Überzeugung kommt, besonders viele Paare zu benötigen, um zu jedem Outfit den passenden Schuh zu haben.
Immer den eigenen Stil wahren..
Dabei ist es ratsamer, einfach bei einem bestimmten Stil zu bleiben, was Schuhe und Kleidung betrifft, und für diese dann das Geld auszugeben, das man sonst für zehn billige Paare auszugeben bereit wäre. Natürlich macht es auch Spaß, ausgefallene Damenstiefel zu tragen. Aber auch hier gibt es die Möglichkeit, ein Modell zu finden, das sie die Trägerin nicht auf bestimmte Farbkombinationen oder Stoffe festlegt.
Schlussendlich ist es ein sehr gutes Gefühl, sicher in den eigenen Damenstiefeln zu gehen. Erst diese Sicherheit ermöglicht den glamourösen Auftritt, den Damenstiefel bewirken.
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