Schnallen wurden bereits als Accessoires in der römischen Kaiserzeit verwendet. Im frühen Mittelalter fand man sie an Gürteln und Beinriemen von Männern und Frauen. Einige hatten Bügel aus Halbedelsteinen, andere Riemenzungen mit kunstvoller Tauschierung oder Goldblechauflagen.
Im 17. und 18. Jahrhundert benutzte man Schnallen erstmals auch zum Verschließen von Schuhen, Strumpfbändern, Kniebändern und Halsbinden, wobei sie zum Teil kunstvoll mit Zinn, Silber, Gold oder Strass ausgestaltet wurden.
Auch Schließen gab es schon im Mittelalter: Bucheinbände zum Beispiel besaßen damals schwere, hölzerne Buchdeckel. Um das Aufklaffen des oftmal sehr dicken Buches zu verhindern, wurden aus Leder und/oder Metall sogenannte “Buchschließen” entwickelt. Neben der schützenden Funktion erkannte man jedoch schnell auch eine schmückende und man ging mehr und mehr zu teilweise sehr prunkvoll verzierten Buchschließen über.
Heute benötigt man Schließen zum Verbinden von Halsketten, Arm- und Fußkettchen.
Mit Begriffen wie Doppelsteg-, Dreisteg-, Leiter- oder Klemm-Schnalle kann zwar sicher nur der Fachmann etwas anfangen, jedoch erfreuen sich Schnallen und Schließen heute wieder zunehmender Beliebtheit und werden hauptsächlich für Gürtel und Sandalen sowie zum Schließen von Taschen und Rucksäcken sowie Uhrenarmbändern verwendet. Es gibt sie aus Holz, Metall oder Kunststoff und oft als handgemachte Unikate, die sich zum Verschenken für liebe Mitmenschen besonders gut eignen.
Fündig wird man oft in Kunstgewerbeläden, in Mode-Boutiquen oder auf Country-Festen, aber auch in verschiedenen Online-Shops. Sehr beliebte Motive für Gürtelschnallen sind derzeit beispielsweise Totenköpfe, Herzen,
Adler oder Logos von Rockbands. Wer seine Kleidung gern mit antiken Originalen aufpeppen möchte, für den lohnt sich nicht selten der Besuch von Flohmärkten. Das Erscheinungsbild von Handtaschen wird ebenfalls erheblich durch die verwendeten Schnallen oder Schließen geprägt. Da die Frauen heute wieder relativ große Taschen bevorzugen, kommen dementsprechend massive und auffallende Schnallen bzw. Schließen zum Einsatz – sehr zur Freude der Fans solch metallener Verzierungen.
Sehr beliebt sind aufwändig gearbeitete Modelle auch in der Gothic-Szene, denn gerade auf schwarzer Kleidung kommen größere Metallschnallen natürlich besonders gut zur Geltung.
Doch die Beliebtheit von Schnallen und Schließen lässt nicht für bestimmte Charaktere einschränken, denn neben des optischen Reizes spielt immer auch die Funktionalität eine große Rolle – und praktisch sind Gürtelschnallen nun mal für uns alle.
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