Die Beliebtheit von Touringstiefel und Bikerstiefeln steigt stetig. Jedoch gibt es einige gravierende Unterschiede zwischen diesen beiden Stiefelarten. Allerdings haben sie auch einige Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel das robuste Leder. Natürlich gibt es unterschiedliche Arten von Leder, aber das verwendete Leder muss robust, haltbar und belastungsfähig sein.
- Mode vs. Funktion
Denn nur so eignet sich ein Stiefel zum Touren fahren oder zum Motorradfahren. Bikerstiefel sind mehr etwas für Auge und für kurze Strecken mit dem Motorrad. Außer durch ihr Leder bietet Bikerstiefel kaum einen besonderen Schutz für den Fuß bei Stürzten.
- Die Besonderheit von Touringstiefeln
Das bedeutet das Bikerstiefel weder Stahlkappen noch Stahlsohlen haben, oder eine besondere Polsterung. Ebenfalls halten Bikerstiefel nicht so gut dem Wetter stand wie Touringstiefel. Deshalb sind Bikerstiefel eher etwas für kurze Strecken und für die Optik bei Bikertreffen oder ähnlichem. In einem Bikerstiefel kann man einfach Hineinschlüpfen. Nur in seltenen Fällen ist ein Reiß- oder Klettverschluss vorhanden. Bei einem Bikerstiefel werden nie abriebfeste Kunststoffteile verwendet.
- Verarbeitung und Materialien
Die Sohle eines Bikerstiefels ist in der Regel glatt und ebenfalls aus Leder gefertigt, deshalb ist der Bikerboot auch etwas rutschiger auf glattem oder nassem Boden unterwegs. Es werden auch immer mehr Designbikerstiefel angefertigt, die immer weniger zum Motorradfahren geeignet sind, jedoch perfekt für die Freizeit.
Möchte man einen richtigen Allwetter-Stiefel, sollte man sich bei den verschiedenen Touringstiefeln umschauen. Hier wird viel Wert auf die Funktionalität und die Sicherheitsaspekte gelegt. Das Design und das Aussehen rücken hier meist in den Hintergrund. Touringstiefel sind meist auch aus Leder gefertigt, damit diese aber noch sicherer werden, wird häufig eine Kombination von Leder und Goretex genutzt. Ein Touringstiefel bietet Schutz vor Hitze, Kälte, Regen und natürlich auch vor Verletzungen.
Da Touringstiefel perfekt auf die Bedürfnisse eines Motorradfahrers abgestimmt sind, sind sie eher weniger etwas für Treffen oder zum Spazierengehen. Jedoch stützt und schützt der Stiefel den Fuß beim Fahren oder auch beim Fallen. Touringstiefel sind meist mit einem Klettverschluss oder Reißverschluss ausgestattet, denn die Stiefel müssen gut sitzen. Perfekt wäre es, wenn der Stiefel wie eine zweite Haut anliegt. Ebenfalls ein großer Unterschied zum Bikerstiefel ist die Polsterung, denn beim Touringstiefel ist eine gute Polsterung vorhanden. Ebenfalls werden auch Stahlkappen verwendet, die den Fuß zusätzlich schützen sollen. Die Sohle eines Touringsstiefels hat meist ein ordentliches Profil, sodass man auf nassen Asphalt oder im Gelände ausrutscht.
Egal welchen Stiefel man wählt, von beiden Modellen gibt es eine große Palette an Angeboten. Hier findet man ebenso unterschiedliche wie umfangreiche Angebote aus den verschiedensten Bereichen. Welchen Schuh man am Ende wählt, ist einerseits eine Frage des eigenen Geschmacks aber auch eine Frage der Sicherheit.
Aber warum ist die Fußspitze bei Bikerstiefel immer so abgehackt, das hat mehrere Gründe. Da ist sicher erst mal die Passform. Eine abgerundete oder abgehackte Fußspitze bietet den Zehen natürlich mehr Platz zum Bewegen und zum anderen werden sie nicht gedrückt und schmerzen nicht. Was aber ein sehr wichtiger Aspekt bei den abgerundeten Bikerstiefeln ist, das ist in erster Linie die Sicherheit. Der Motorradfahrer muss ja mit seinen Füßen schalten und bremsen, dafür muss er den Schalthebel oder die Bremse auch richtig betätigen können. Die abgerundeten Stiefelspitzen der Bikerstiefel gewährleisten ein sicheres Bedienen der Hebel kurz vor der Fußraste.